Rezie „Der Kindersammler“ von Sabine Thiesler

  • Taschenbuch:544 Seiten
  • Verlag:Heyne Verlag (1. September 2006)
  • Sprache:Deutsch
  • ISBN-10:3453024540
  • ISBN-13: 978-3453024540

Kurzbeschreibung/Klappentext:
Es geschieht am helllichten Tag …
Anne und ihr Mann Harald erleben den Albtraum aller Eltern: Während eines Toscana-Urlaubs verschwindet ihr Kind beim Spielen spurlos. Die Suche der Polizei verläuft ergebnislos, und sie müssen ohne ihren Sohn nach Hause fahren. Zehn Jahre später kehrt Anne an den Ort des Geschehens zurück, um herauszufinden, was damals passiert ist. Sie ahnt nicht, wie nah sie dem Täter kommt – und er ihr.
Ein Roman, der einem zuweilen den Hals abschnürt, so schrecklich realistisch ist die Geschichte.

Über die Autorin (Amazon):
Sabine Thiesler, geboren und aufgewachsen in Berlin, studierte Germanistik und Theaterwissenschaften. Sie arbeitete einige Jahre als Schauspielerin im Fernsehen und auf der Bühne und schrieb außerdem erfolgreich Theaterstücke und zahlreiche Drehbücher fürs Fernsehen (u.a. Das Haus am Watt, Der Mörder und sein Kind, Stich ins Herz und mehrere Folgen für die Reihen Tatort und Polizeiruf 110). Bereits mit ihrem ersten Roman Der Kindersammler stand sie monatelang auf den Bestsellerlisten. Ebenso mit den folgenden Büchern Hexenkind, Die Totengräberin, Der Menschenräuber und Nachtprinzessin.

Meine Meinung:
Ein Krimi mit etwas anderem als üblichen Aufbau. Es gibt zwar in Deutschland ein Ermittlerduo, doch der Hauptteil der Geschichte dreht sich um Anna, die Mutter des vor 10 Jahren verschwundenen Felix und Enrico alias Alfred, den Kinderschänder und völlig kranken Psychopathen, der sich hinter einer liebevollen Klugscheißerfassade versteckt. Anna geht nach Italien, um sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und um ihre Zukunft in eine neue Richtung zu bringen. Dabei begegnet sie dem Mörder ihres Sohnes. Das weiß sie natürlich nicht, denn sie mag ihn von Anfang an, kauft sogar sein Haus.
Bis kurz vor dem Ende ein spannender Roman, den ich sehr gern gelesen habe. Die Stellen, an denen Alfred sich den Kindern nähert und was dann mit ihnen passiert, sind hart und nicht leicht zu lesen. Doch es gehört dazu, um zu verstehen, was in dem Triebtäter vorgeht. Die Angst der Kinder ist so real, dass es mich regelmäßig gruselte.
Das Ende fand ich dann etwas zu konstruiert. Der Mörder hat seit 15 Jahren nicht mehr in Deutschland gemordet, in den Nachrichten hört die damals ermittelnde Kommissarin von drei verschwundenen Kindern in der Toscana und das Profil passt zu den Morden vor 15 Jahren. Sie fährt mit ihrer Lebensgefährtin und den beiden Kindern „in den Urlaub“ in die Toscana und zufällig passt ihr Sohn in das Opferschema … hmm, mehr will ich nicht verraten. Aber das war mir am Ende zu vorhersehbar … Wird die Polizei den Täter rechtzeitig fassen?
Eine spannende empfehlenswerte Lektüre, mit einem kleinen Makel am Ende 😉

Liebe Grüße
Steffi

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Hörbuch Rezie: Nachtprinzessin von Sabine Thiesler

Als begeisterte Audible.de-Abonnentin hatte ich zuletzt „Nachtprinzessin“ von Sabine Thiesler auf dem iPod …

Produktbeschreibung (Amazon):

Die Nachtprinzessin ist erfolgreich im Beruf, lebt unauffällig und wohlsituiert in der Villa ihrer Mutter und hat ein attraktives, sympathisches Äußeres. Sie ist charmant und elegant und liebt die italienische Lebensart. Daher kauft sie sich eine Wohnung in der Toskana, kann aber auch dort ihrem inneren Dämon nicht entfliehen. Obwohl ihr sowohl die deutsche als auch die italienische Polizei dicht auf den Fersen ist, mordet sie weiter. Ihre Sehnsucht nach Liebe ist unersättlich, und auch auf der wildromantischen Mittelmeerinsel Giglio wird die „Prinzessin“ zwei jungen Männern zum Verhängnis.

Download über http://www.audible.de … ich bin Abonnentin und habe 9,95 € bezahlt.

Über die Autorin (Amazon):

Sabine Thiesler, geboren und aufgewachsen in Berlin, studierte Germanistik und Theaterwissenschaften. Sie arbeitete einige Jahre als Schauspielerin im Fernsehen und auf der Bühne und schrieb außerdem erfolgreich Theaterstücke und zahlreiche Drehbücher fürs Fernsehen (u.a. Das Haus am Watt, Der Mörder und sein Kind, Stich ins Herz und mehrere Folgen für die Reihen Tatort und Polizeiruf 110). Bereits mit ihrem ersten Roman Der Kindersammler stand sie monatelang auf den Bestsellerlisten. Ebenso mit den folgenden Büchern Hexenkind, Die Totengräberin und Der Menschenräuber.

Meine Meinung:

Vorne weg: Der Klappentext bzw. die Produktinfo ist total beknackt geschrieben.

Das Hörbuch wurde spannend gelesen von der Autorin selbst. Wenn man über die mangelhafte Aussprache des Italienischen hinweghört, kann einen Sabine Thiesler doch an das Hörbuch fesseln. Es ist natürlich kein Vergleich zu den professionellen Vorlesern und Schauspielern. Meine Favoriten muss ich mal in einem anderen Beitrag vorstellen.

Die Geschichte ist relativ durchsichtig. Von Anfang an weiß man, dass Matthias von Steinfeld die Nachtprinzessin ist. Ein verwöhnter, egozentrischer, reicher Immobilienmakler, der bei Mutti im Haus lebt. Er ist homosexuell, doch durch einen Ausrutscher in seiner Jugend hat er bereits eine unglückliche Muss-Ehe hinter sich und – für ihn das einzig Gute an der Geschichte – seinen Sohn Alex, den er über alles liebt. Doch das Verhältnis zu ihm ist gestört … ich erzähle aber nicht, warum, das würde der Geschichte ihren Reiz nehmen.

Die „Nachtprinzessin“ lebt ihre perversen Spielchen mit jungen unbekannten Männern aus und hinterlässt ziemlich obskure Tatorte. Die Ermittler tappen zu Anfang völlig im Dunkeln und kommen ihm erst durch seine Arroganz und Eitelkeit auf die Spur … die Wege führen auch nach Italien und hier wird ebenfalls die Polizei in die Ermittlungen mit hineingezogen.

Ein Katz- und Maus-Spiel und ein seltsames Ende. Mehr verrate ich nicht.

Mich hat der Krimi gut unterhalten. Der Protagonist wurde mir mit jedem Kapital unsympathischer und mit Commissario Neri hatte ich am Ende total Mitleid … auf den Nebenstrang mit der Tochter der Berliner Kommissarin hätte ich verzichten können. Das hat mich überhaupt nicht interessiert.

Weil die Lösung am Ende zu einfach war und alles etwas Holterdipolter ging, vergebe ich 4 von 5 Sternen.

Eure Steffi