Bücher und Hörbücher im Mai ..

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Das schlechte Wetter lädt zum Lesen auf der Couch ein … mich hält allerdings gerade meine Nähmaschine davon ab. Ich bin im Patchwork-Fieber 8)

Abends im Bett oder beim kleinen Nähpäuschen muss es dann aber doch das gedruckte Wort sein und somit liegen auf dem Nachttisch:

  1. Das Gleichgewicht der Welt von Rohinton Mistry … das Buch habe ich von einer lieben Freundin zum Geburtstag bekommen, ein ziemlicher Wälzer mit 864 Seiten. Die Geschichte ist ziemlich traurig, streckenweise depremierend, so dass keine richtiger Lesefluss aufkommt. Oft genug muss ich das Buch beiseite legen, um wieder durchzuatmen. Die Zustände in Indien werden so plastisch beschrieben, dass mir der Gestank und der Unrat der Slums förmlich in die Nase steigt. Ich habe jetzt rund 200 Seiten gelesen und fühle mich irgendwie nicht gut dabei. Soll ich es weiterlesen? Die Geschichten um die vier Protagonisten sind jedoch so spannend, dass ich jeden Abend wieder zum Buch greife und weitere 20 – 30 Seiten lese. Schaun wir mal.
  2. Wildkräuter – meine Lebensretter aus der Natur von Ralf Brosius. Für meine Ernährung lese ich gerade dieses wunderbare Buch. Eine wunderbare Lebensgeschichte des Autoren, der schwer an Krebs erkrankt war und nun wieder gesund ist und ein lehrreiches Buch über die Wildkräuter, die uns umgeben und die wir oft so ungeachtet lassen. Meine morgendlichen Smoothies werden bereichert, mein Körper dankt es mir mit Vitalität und starkem Immunsystem 🙂
  3. Ready Player One – Ernest Cline. Unterwegs und beim Bügeln höre ich immer noch dieses Hörbuch. Ich habe noch etwa 2 Stunden zu hören, das Finale … Für Nerds wie mich, die in den 80ern groß geworden sind und die mit den ganzen Filmen, Serien und Videospielen etwas anfangen können, eine unterhaltende Lektüre bzw. Erzählung. Wer mit den genannten Themen nichts anfangen kann, sollte die Finger davon lassen. Der Protagonist lebt 2044 in einer virtuellen Welt bzw. in einem Videospiel und ist auf der Jagd nach dem großen „Easter-Egg“, welches der milliardenschwere Spieleentwickler in seiner VR, der „Oasis“ versteckt hat. Nach seinem Tod hat er die Jagd auf den Schatz freigegeben und die Menschen drehen total am Rad. Während der Geschichte kann man leicht vergessen, das „Parzifal“ gar nicht wirklich auf der Jagd ist, sondern an seiner Spielkonsole sitzt und die Abenteuer mittels haptischen Anzug erlebt.  So gut wieder jeder im Jahre 2044 lebt nur noch in der VR, soziale Kontakte gibt es kaum noch. Man kennt sich aus der Oasis. Ringsherum geht die Gesellschaft zugrunde, alles ist kaputt, doch in der Oasis ist alles super. Eine Warnung an uns, die sich zu viel mit Social Network abgeben? Gruselig, skurril und abgefahren … aber nur für „Kenner“ 😉
  4. Sashiko – The ultimate Sourcebook von Susan Brisco. Meine Näh-Mania ist um eine weitere Technik reicher, Sashiko, japanische Stickerei … ich übe mich gerade darin und bin begeistert. Geplant sind Verzierungen auf Keiko-Gi, Hakama und vielem mehr 🙂 … ein Buch auf deutsch habe ich mir auch noch zugelegt und lese es auch mit Begeisterung …
  5. Modernes Sashiko – Eine Sticktechnik zwischen Tradition und Moderne von Silke Bosbach. Weniger traditionel, dafür gut bebildet, schön beschrieben, mit einigen modernen Projekten.
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Rezie „Köchin für einen Sommer“ von Bethan Roberts

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag (9. Mai 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453355512
  • ISBN-13: 978-3453355514

Kurzbeschreibung (Amazon):

Das berührende Porträt einer wechselvollen, intensiven Liebe

Sussex, Sommer 1936: Als die neunzehnjährige Kitty erfährt, dass die exzentrische Amerikanerin Ellen Steinberg im idyllischen Willow Cottage eine Köchin sucht, gibt sie sich als solche aus, obwohl es mit ihren Kochkünsten nicht weit her ist. So betritt die schüchterne junge Frau eine Welt, die so schockierend wie reizvoll ist: Ellen lebt das Leben mit allen Sinnen, badet nackt in der Sonne und liebt ihren Liebhaber George äußerst freizügig. Doch George scheint sich auch zu Kitty hingezogen zu fühlen. Das sich anbahnende Gefühlschaos droht allen zum Verhängnis zu werden, als Ellens Tochter Geenie Zeugin wird und einen Plan ausheckt …

Über die Autorin (Amazon):

Bethan Roberts, geboren 1973 in Oxford und aufgewachsen in Abingdon, unterrichtet Creative Writing an der Universität Chichester und an der Open University. Für ihr Debüt „Stille Wasser“ wurde sie mit dem Jerwood/Arvon Young Writers‘ Prize ausgezeichnet. Sie lebt in Brighton.

Meine Meinung:

Ja, von diesem Buch weiß ich irgendwie nicht, was ich davon halten soll … einerseits habe ich mich gut unterhalten gefühlt aber andererseits weiß ich gar nicht, um was es wirklich ging. Ein seltsamer Plot mit seltsamen Protagonisten … mit einem noch merkwürdigeren Ende.
Keine Ahnung … komische Geschichte. England/Sussex? 1936? Diese Geschichte hätte überall und irgendwann spielen können. Völlig unwichtig für den Roman. Was wollte uns die Autorin eigentlich sagen? Das Kinder sich gern verkleiden und gern Theater spielen? Dass intellektuelle Dichter sich gern mit der Arbeiterklasse verbünden und sich lieber in die arme Köchin als in die reiche Erbin verlieben? Dass milliardenschwere Frauen ihre Zeit gern beim Friseur verbringen und von ihm auch sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nehmen? Ein Buch ohne Tiefgang und m.M.n. auch ohne Sinn … da ich durchgehalten habe und das Buch zuende lesen konnte, ohne genervt zu sein, vergebe ich 2 von 5 Sternen.

 

Kein Buch zum Nochmal-Lesen … Eure Lese-Steffi

Gelesen im August 2012

eine kleine Auswahl

eine kleine Auswahl

Im August habe ich urlaubsbedingt etwas mehr gelesen … aber mein normales Pensum noch lange nicht erreicht …

  1. Nele Neuhaus, Tiefe Wunden, 480 Seiten (Fall 3 Bodenstein/Kirchhoff)
    5 von 5 Sternen für super gute Krimiunterhaltung
  2. Martin Suter, Allmen und die Libellen, 195 Seiten (Auftakt einer neuen Reihe)
    4 von 5 Sternen für den etwas anderen Krimi um einen Lebemann und seinen Diener
  3. Stephen King, The Stand – das letzte Gefecht, Hörbuch Teil 7 und 8
    5 von 5 Sternen für 54 Stunden wunderbar gruseliges Hörvergnügen! Vor 20 Jahren gut, heute gut 🙂
  4. John Friedmann, Flaschen drehen furioso, 394 Seiten
    5 von 5 Sternen für ein herrliches Debüt von Friedmann. Tolle Charaktere, eine irre Geschichte und eine wunderbare Kulisse in der Toscana.
  5. Sabine Thiesler, Der Kindersammler, 527 Seiten
    Eine harte Story um einen Kinderschänder und der Begegnung mit der Mutter eines seiner Opfer. Der etwas andere Krimi mit ermittelnden Beamten, die nur am Rande ermitteln …
  6. Bethan Roberts, Köchin für einen Sommer, 317 Seiten
    Zur Hälfte gelesen und ich bin noch nicht sicher, ob es mir gefällt. Die Mutter der Protagonistin nervt mich, die Geschichte zündet irgendwie nicht … ich werde es aber zuende lesen, denn es hat „etwas“ 😉

Das war mein Lese-August. Nicht schlecht, aber auch nicht überragend.

Momentan lese ich noch „Köchin für einen Sommer“ und auf dem iPod läuft Stefan Möllers „Expedition zu den Polen“, ein sehr lustiges Buch, vor allem, wenn man gerade nach Poznán gereist ist und vieles erkennt.

Der September wird hoffentlich wieder ein guter Lesemonat.

Eure Steffi

Rezie „Der Kindersammler“ von Sabine Thiesler

  • Taschenbuch:544 Seiten
  • Verlag:Heyne Verlag (1. September 2006)
  • Sprache:Deutsch
  • ISBN-10:3453024540
  • ISBN-13: 978-3453024540

Kurzbeschreibung/Klappentext:
Es geschieht am helllichten Tag …
Anne und ihr Mann Harald erleben den Albtraum aller Eltern: Während eines Toscana-Urlaubs verschwindet ihr Kind beim Spielen spurlos. Die Suche der Polizei verläuft ergebnislos, und sie müssen ohne ihren Sohn nach Hause fahren. Zehn Jahre später kehrt Anne an den Ort des Geschehens zurück, um herauszufinden, was damals passiert ist. Sie ahnt nicht, wie nah sie dem Täter kommt – und er ihr.
Ein Roman, der einem zuweilen den Hals abschnürt, so schrecklich realistisch ist die Geschichte.

Über die Autorin (Amazon):
Sabine Thiesler, geboren und aufgewachsen in Berlin, studierte Germanistik und Theaterwissenschaften. Sie arbeitete einige Jahre als Schauspielerin im Fernsehen und auf der Bühne und schrieb außerdem erfolgreich Theaterstücke und zahlreiche Drehbücher fürs Fernsehen (u.a. Das Haus am Watt, Der Mörder und sein Kind, Stich ins Herz und mehrere Folgen für die Reihen Tatort und Polizeiruf 110). Bereits mit ihrem ersten Roman Der Kindersammler stand sie monatelang auf den Bestsellerlisten. Ebenso mit den folgenden Büchern Hexenkind, Die Totengräberin, Der Menschenräuber und Nachtprinzessin.

Meine Meinung:
Ein Krimi mit etwas anderem als üblichen Aufbau. Es gibt zwar in Deutschland ein Ermittlerduo, doch der Hauptteil der Geschichte dreht sich um Anna, die Mutter des vor 10 Jahren verschwundenen Felix und Enrico alias Alfred, den Kinderschänder und völlig kranken Psychopathen, der sich hinter einer liebevollen Klugscheißerfassade versteckt. Anna geht nach Italien, um sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und um ihre Zukunft in eine neue Richtung zu bringen. Dabei begegnet sie dem Mörder ihres Sohnes. Das weiß sie natürlich nicht, denn sie mag ihn von Anfang an, kauft sogar sein Haus.
Bis kurz vor dem Ende ein spannender Roman, den ich sehr gern gelesen habe. Die Stellen, an denen Alfred sich den Kindern nähert und was dann mit ihnen passiert, sind hart und nicht leicht zu lesen. Doch es gehört dazu, um zu verstehen, was in dem Triebtäter vorgeht. Die Angst der Kinder ist so real, dass es mich regelmäßig gruselte.
Das Ende fand ich dann etwas zu konstruiert. Der Mörder hat seit 15 Jahren nicht mehr in Deutschland gemordet, in den Nachrichten hört die damals ermittelnde Kommissarin von drei verschwundenen Kindern in der Toscana und das Profil passt zu den Morden vor 15 Jahren. Sie fährt mit ihrer Lebensgefährtin und den beiden Kindern „in den Urlaub“ in die Toscana und zufällig passt ihr Sohn in das Opferschema … hmm, mehr will ich nicht verraten. Aber das war mir am Ende zu vorhersehbar … Wird die Polizei den Täter rechtzeitig fassen?
Eine spannende empfehlenswerte Lektüre, mit einem kleinen Makel am Ende 😉

Liebe Grüße
Steffi

Lesedrama Juli 2012 … weiterlesen oder abbrechen? B-)

Oh je … ich habe mir dieses Buch gewünscht und habe es von einer super lieben Lesefreundin zum Geburtstag geschenkt bekommen. Die Rezies bei Amazon sind zum größten Teil positiv, aber teilweise kommen auch meine Eindrücke zu Wort. Jaaa, wie finde ich das Buch bis jetzt? Habe 200 von über 736 Seiten gelesen und langweile mich sehr. Eine der Protagonisten, Patty, gibt mir nix. Sie beschreibt ihr Leben ab dem College als Sportskanone, verliebt sich eigentlich in Richard, heiratet dann aber Walter. Ist immer ziemlich unentschlossen, ihr Leben dümpelt so dahin. Wenn das Buch in dem Stil weitergeht, mag ich eigentlich nicht weiter lesen.

Liebe Heike, wärst Du böse, wenn ich abbreche? Vielleicht nehme ich es mir im Winter nochmal her … ich brauche jetzt irgendwie etwas anderes vom SuB. Vielen lieben Dank noch mal für das Geschenk, irgendwie erreicht mich die Geschichte nicht. Hast Du es gelesen???

Eure Lese-Steffi

Edit 14.07.2012: Nach 200 zähen, langweiligen Seiten abgebrochen … ich dachte immer, vielleicht wird es ja noch gut? Schade … war wohl nix B-)

Gelesen im Juni 2012

Ooooohhhhh, neeeeeiiiiin … was ist bloß mit meiner Lesestatistik los? So wenig habe ich seit meinen Aufzeichnungen im September 2006 nicht mehr gelesen. Nur 1 Taschenbuch gelesen und 1 Hörbuch angefangen. Da muss sich aber gewaltig ‚was dran ändern. Weniger Internet, mehr Bücher!!! Und vor allem gute Bücher, durch die Juni-Lektüre habe ich mich mehr als gequält. Bei einem richtigen Pageturner geht das nämlich fixer mit rund 400 Seiten.

im Juni gelesen:
Ralf Günther – Der Gartenkünstler

im Juni gehört:
Stephen King – The Stand, das letzte Gefecht … Teile 1 und 2, Teil 3 bis zur Hälfte, somit rund 15 Stunden von 54 gehört
absolut spannend und wunderbar gelesen von David Nathan. Ich höre morgens 30 Minuten und abends 30 Minuten auf dem Weg zur Arbeit und zurück und dann noch beim Bügeln und Putzen. Es läppert sich, mittlerweile (03.07.) sind rund 20 Stunden gehört 🙂

Also, Fazit dieses Monats: ICH MUSS WIEDER MEHR LESEN!!! 🙂

Der Gartenkünstler

Der Gartenkünstler

Hörbuch

Hörbuch

Im Juli ist am Start: Jonathan Franzen – Freiheit … fängt richtig gut an. Danke für das Geburtstagsgeschenk, liebe Heike 🙂

Rezie: Der Gartenkünstler von Ralf Günther

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: List Taschenbuch (11. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548610307
  • ISBN-13: 978-3548610306
Der Gartenkünstler TB

Der Gartenkünstler TB

Kurzbeschreibung (Amazon):
Im Jahr 1826 steht der geniale Gartenarchitekt Hermann Fürst Pückler finanziell am Abgrund. Gemeinsam mit seiner geliebten Frau Lucie beschließt er, sich scheiden zu lassen und sich in England eine Gattin mit üppiger Mitgift zu suchen. Als mehrere junge Damen gewaltsam ums Leben kommen, gerät der Fürst in einen bösen Verdacht.

Über den Autor (Amazon):
Ralf Günther wurde 1967 in Köln geboren. Er schrieb Krimis, Hörspiele, Sachbücher und Kinderbücher und arbeitet als Drehbuchautor. Sein erster historischer Roman Der Leibarzt wurde sofort zum Bestseller. Ralf Günther lebt mit seiner Familie in Dresden.

Meine (erste) Meinung:
Dieses Buch muss ich erst mal sacken lassen, bevor ich eine richtige Rezie schreibe. Ich habe mich die ganze Zeit tierisch über dieses eingebildeten, versnobten, arroganten Pückler und seine dämliche Frau aufgeregt. Also wirklich, die ganze Geschichte ist eine skurrile Aneinanderreihung von bescheuerten Briefen, die Fürst Pickel, äh Pückler an seine daheimgebliebene, geschiedene (!) Frau schreibt. Er ist auf Mitgiftjagd in England und sie vergnügt sich mit dem 15jährigen Sohn des Pfarrers, während sie auf ihn „wartet“ (so das Arrangement der beiden „Hochdurchlauchten“). Ich habe das Buch nur gelesen, weil wir es in unserem Lesekreis hatten. Wenn nicht, hätte ich es sicherlich zwischendurch abgebrochen.
So ein Idiot, dieser Pickler, äh Puckel, äh Pückler .. die Engländer haben es etwas schwer mit der Aussprache seines Namens und darüber regt er sich andauernd auf. Er regt sich sowieso ständig auf, über das Weibsvolk und alle, die „unter“ ihm stehen.
Später vielleicht noch mehr zu dem Buch, also auch inhaltlich 😉
Ich vergebe 2 von 5 Sternen, weil ich das Buch nicht abgebrochen habe. Man „konnte es lesen“ B-)

Bin schon sehr gespannt auf Ninas Kommentar 😉

Eure Lese-Steffi