Preemie Quilts – Frühchenquilts 2016

DSC_0192Ich habe zuletzt diese beiden Frühchenquilts für die Gifhörnchen Gruppe abgegeben. Auch wenn ich momentan wegen meiner YLA nicht aktiv bei den Gifhörnchen bin, nähe ich doch weiter bei diesem Herzensprojekt von mir … Nähen für einen guten Zweck, mein Beitrag 🙂

Die Stoffe habe ich zum Teil vom Satwa Stoffmarkt in Dubai mitgebracht, zum Teil stammen sie aus der Gifhorner Stoffmühle. Alle Stoffe sind reine Baumwolle, für Füllung und Garn verwende ich ebenfalls nur 100% Baumwolle.

Ich fliege natürlich nicht extra zum Stoffe kaufen nach Dubai. Aber wenn ich meine in Abu Dhabi lebende, ebenfalls nähverrückte Freundin Nina besuche, fahren wir selbstverständlich zum Stoffe kaufen nach Dubai. Zu den Preisen sag ich jetzt mal nichts … nur soviel: ich kaufe, was in den Koffer geht. Auf dem Rückflug sind die Koffer bis an die Grenze gefüllt und das Handgepäck quillt über. Selbstverständlich für den Eigenbedarf und unterhalb der Einfuhrgrenze!

Die nächsten zwei Tops sind fertig, weitere in Planung. Es macht mir einfach Freude 🙂

Kreative Grüße von Steffi

Leider etwas verknitter *hüstel* …DSC_0187 Rückseite aus kuscheligem Baumwollflanell (Dubai, Satwa): ist der nicht süß?DSC_0185 Diesen Quilt habe ich aus Resten der Simon-Decke genäht. Die Rückseite ist aus Dubaistoff.DSC_0189 DSC_0190

Sketchbook “daily drawing” … 365/365

DSC_0303 (2)Ich habe es geschafft und 365 Tage lang jeden Tag eine kleine Zeichnung in meinem kleinen Sketchbook zu hinterlassen … jetzt habe ich endlich mal die Bilder hochgeladen. Hhier ist eine Auswahl, für die, die es interessiert 😉

Damit ist ein Projekt abgeschlossen und ich widme mich wieder mehr den Zentangle Tiles, von denen in der Zwischenzeit jede Menge entstanden sind.

Kreative Grüße von Steffi

DSC_0278DSC_0280 DSC_0282 DSC_0285 DSC_0286 DSC_0287 DSC_0289 DSC_0291 DSC_0295 DSC_0297 DSC_0298 DSC_0300  DSC_0304 DSC_0307 (2) DSC_0308 DSC_0310 DSC_0311 (2) DSC_0313 DSC_0315 DSC_0316 DSC_0318 DSC_0319 DSC_0320 (2) DSC_0321 (2) DSC_0322 (2) DSC_0323 DSC_0324 DSC_0325 DSC_0327

Aufräumen – Raum schaffen – Loslassen #3

weniger ist mehr 01

Auf der Suche nach weiteren Inspirationen bin ich kürzlich auf diesen Blog von Christof Herrmann gestoßen. Interessanter Artikel … vor allem wegen der Liste, die ich mal für mich überprüft habe:

  1. Jage nicht dem Perfekten hinterher, sonder streben nach dem für Dich Optimalen.
    Für mich als kleine Perfektionistin eine echte Herausforderung. Ich schreibe sogar eine fast fertig beschriebene DIN-A4-Seite nochmal neu, wenn mir am Ende des Schriftstücks ein Fehler unterläuft … das hat mir früher in der Schule schon viel Zeit gefressen und es hat sich bis heute nicht geändert. Daher werde ich den 1. Tipp gleich mal verinnerlichen.
    Mantra: Es muss nicht immer perfekt sein!!
  2. Mache eine einmonatige Konsumdiät, in der Du ausschließlich lebensnotwendige Dinge wie Nahrungsmittel kaufst. Es wird Dir an nichts fehlen. Anstelle Geld für ein Konzert auszugeben, machst Du selbst Musik. Anstelle Klamotten zu kaufen, wirst Du in Deinem aus allen Nähten platzenden Kleiderschrank fündig. Anstelle mit der Familie gefangene Tiere im Zoo anzuschauen, geht es in die Natur.
    Das setze ich seit Januar 2016 bereits relativ erfolgreich um … ist nicht ganz einfach, da ich gerade eine Yogalehrerausbildung begonnen habe und noch Bücher, Material etc. benötige … aber ich überlege momentan wirklich immer sehr genau „Brauche ich das wirklich?“
  3. Hast Du durch die Konsumdiät Blut geleckt? Dann trenne Dich einen Monat lang täglich von zehn Dingen. Wenn Du das Experiment verlängerst, hast Du nach anderthalb Jahren 5.555 Dinge verkauft, verschenkt, gespendet und entsorgt.
    Diese Challenge ist mir direkt ins Auge gesprungen und ich habe sofort damit begonnen. Start 10.03.2016
  4. Gleiche Dinge am gleichen Ort aufbewahren. Die T-Shirts in die Schublade, das Werkzeug in den Werkzeugkasten, Kontoauszüge in den Bankordner, Bücher ins Regal … Das hat gleich mehrere Vorteile: Erstens findet man Dinge schneller. Zweitens behält man den Überblick, was man alles besitzt, und kann unnötige Käufe vermeiden. Drittens ist man jederzeit bereit zum Ausmisten.
    Oh je, ich muss noch mehr aufräumen!! Steht ganz oben auf der To-Do-Liste 🙂
  5. Apropos Ausmisten: Warum kommen wir im Urlaub mit einem Waschbeutel aus, horten aber zuhause Kosmetika, als würden wir eine Drogerie eröffnen wollen? Der Leitfaden von Christof Entrümpeln leicht gemacht hilft auch im Badezimmer für Ordnung zu sorgen.
    CHECK!! 🙂
  6. Um nach dem Ausmisten nicht wieder mit dem Horten anzufangen, kann man sich an folgende Regel halten: Für jeden Gegenstand, der in die Wohnung kommt, verlässt ein anderer die Wohnung.
    CHECK!! 🙂
  7. Wie viele Geräte besitzt Du, mit denen Du ins Internet gehen kannst? Vor ein paar Jahren waren es meist nur PC oder Laptop. Heute verbinden sich auch Tablets, Smartphones, Fernseher, MP3-Spieler und Autos mit dem weltweiten Web. Sich von dem einen oder anderen Gerät zu trennen, kann das Leben vereinfachen.
    Schwierig, da mein Mann und ich die Geräte im Haushalt gemeinsam nutzen.
  8. Deinstalliere alle Computerprogramme und Smartphone-Apps, die Du seit einem Jahr nicht mehr verwendet hast.
    Besser: Facebook, Twitter deaktiviert … was für ein Zeitgewinn 🙂
  9. Notiere alle E-Mail-Adressen, unter denen Du privat und geschäftlich erreichbar bist. Wenn es mehr als drei sind, ist es wahrscheinlich, dass Du ohne Probleme ein E-Mail-Konto auflösen kannst.
    CHECK!! 🙂
  10. Schreibe mal wieder einen Brief. Man braucht dafür Papier, einen Stift, einen Umschlag und eine Briefmarke (Hinweis: die DM-Briefmarken sind seit 2002 nicht mehr gültig). Als Senden-Button fungieren die gelben Kästen, die in den Städten herumhängen.
    CHECK!! Ich bin eine der wenigen Menschen, die noch echte Postkarten zum Geburtstag an ihre Freunde sendet. Manchmal bekomme ich dann auch eine 🙂
  11. Lebe einen Tag lang ohne Energie und Elektrizität. Du wirst ohne Wecker aufwachen, Dich an einem Bach waschen, von Angesicht zu Angesicht kommunizieren, lesen statt fernsehen, gehen oder radeln statt fahren, Rohkost essen und andere ungewöhnliche Sachen machen.
    Hui, kann ich das? Für später mal …
  12. Bitte Deine Geburtstagsgäste keine Geschenke mitzubringen. Stelle stattdessen einen Korb auf, in dem jeder Geld legen kann, das danach einer sozialen Einrichtung gespendet wird.
    Sehr geile Idee, werde ich ab sofort so machen. Ich hatte an ein Spendenkonto gedacht, das mit dem Körbchen finde ich noch viel besser.
  13. Mache keine Schulden bzw. versuche möglichst schnell schuldenfrei zu werden. Schulden machen das Leben kompliziert und sind Freiheitsräuber.
    Tja, dann muss ich wohl die ETW verkaufen 😉
  14. Weniger ist mehr, auch in Sachen Versicherungen. Meiner Meinung nach reicht es aus, die existenzbedrohenden Risiken abzusichern. Welche das sind hängt von der jeweiligen Lebenssituation, von Familienstand und Besitz ab. Ich habe eine Krankenversicherung, eine Haftpflichtversicherung und eine Hausratversicherung, für die ich zusammen derzeit 100 Euro pro Monat zahle.
    CHECK!!
  15. Kündige alle Abos von Magazinen und Zeitungen, die Du nicht regelmäßig liest. Ich habe mich in den letzten Jahren peu à peu von fünf Abos getrennt. Wenn mich doch einmal eine Ausgabe interessiert, kaufe ich sie am Kiosk.
    CHECK!! 🙂
  16. Anstelle mit dem Auto in den Stau und dann in den Süden zu fahren oder einfach unbewusst in die Ferne zu jetten, kann man auch in unseren Breitengraden Urlaub machen. Wie wäre es, mit dem InterRail-Ticket Mitteleuropa zu bereisen, auf dem Rad von der Haustüre aus das eigene Bundesland zu erkunden oder zu Fuß von Salzburg nach Triest zu gehen?
    Frühjahr: Nordsee, Sommer: Allgäu … allerdings Anreise mit dem Auto (uupsi, das ist verbesserungswürdig)
  17. Konzentriere Dich auf nur eine Sache. Statt zu arbeiten und dabei ein aufgewärmtes Fertiggericht zu essen, während im Hintergrund der Radio dudelt, erledige lieber Deine Arbeit, koche danach ein gesundes Gericht, esse es in Ruhe und höre schließlich mit Freude Musik. Dieses Vorgehen ist der erste Schritt den Alltag achtsamer zu erleben.
    Ich gebe mir Mühe!! Auf meiner Liste ganz oben.
    Fertiggerichte gibt es bei uns überhaupt nicht, bei uns wird vegan selbst gekocht. Leider guckt mein Mann beim Essen gern TV. Wenn ich alleine bin, dann koche und esse ich ohne Musik/TV.
  18. Lass Deine Gedanken schweifen und nehme von ihnen Notiz. Versuche sie nicht zu kontrollieren oder zu beurteilen. Es geht nicht darum, alles im Griff zu haben, sondern achtsam zu sein.
    Gute Idee … ich arbeite weiter an meiner Meditationspraxis. Es ist schwer, den Affen-Geist zu beruhigen.
  19. Was hat Dich in letzter Zeit existenziell glücklich gemacht? Sachen kaufen oder Sachen machen? Materielles oder Menschen?
    Definitiv: Sachen machen! Menschen!
  20. Verbringe eine Nacht in der freien Natur und entdecke dabei die Sinnlichkeit des Einfachen.
    Oh, wie gern … ich habe kein Zelt. Das klingt nach einer guten Idee …
  21. Erstelle einen Essplan mit Einkaufsliste und besorge möglichst alle Lebensmittel in einem Geschäft. Bei uns ist es meist ein Biomarkt, in dem es viel regionales Obst und Gemüse gibt.
    CHECK!! 🙂
  22. Ernähre Dich möglichst oft rein pflanzlich. Vegane Ernährung ist nicht kompliziert, auch wenn Fleischesser gerne das Gegenteil behaupten. Auf Einfach bewusst veröffentlicht Christof regelmäßig vegane Rezepte für Gerichte, die mit wenigen Zutaten schnell zubereitet werden können.
    CHECK!! Vegan seit 2012 🙂
  23. Trinke mehr Leitungswasser. Minimalistischer kann man den Durst nicht stillen. Kaffee & Tee, Schorle & Cola, Weizen & Co. sind Genussmittel.
    CHECK!! 🙂
  24. Bei glücklichen Menschen fand ich immer als Grund tiefe Geborgenheit, spontane Freude an den kleinen Dingen und eine große Einfachheit.“ sagte der belgische Ordenspriester und Schriftsteller Phil Bosmans. Auch andere Glück-Zitate zeigen wie nah Einfachheit und Glück beieinander liegen.
    „Das wahre Glück ist: Gutes zu tun.“
    (Sokrates, griechischer Philosoph, 479 v. Chr. – 399 v. Chr.)
  25. Dieser ist von mir: Lass los! Von den Dingen, von Gewohnheiten, von negativen Menschen, von Zeitfressern … das habe ich mir für 2016 ganz fest vorgenommen!

Ich danke Christof für seinen wunderbaren Artikel, der mich zu meinem Blogpost inspiriert hat.

Herzliche Grüße von Steffi

Aufräumen – Raum schaffen – Loslassen #2

image

Das Thema Loslassen, Aufräumen und damit mehr Lebenszeit gewinnen nimmt immer mehr Fahrt auf … heute habe ich tagsüber erst mal die Facebook App von meinem Smartphone gelöscht. Man schaut ja doch immer wieder drauf, wenn die kleine rote Zahl Neuigkeiten ankündigt. Ich kann sowas schwer ignorieren. Also, aus den Augen – aus dem Sinn. Mittagspause schon mal ohne Facebook verbracht 😉

Jetzt werde ich dann einen weiteren, tieferen Schnitt durchziehen. Ich werde meinen Facebook Account, den ich seit 8 Jahren regelmäßig pflege, besuche und mit mehr oder weniger sinnlosen Posts vollpumpe, deaktivieren!! In der letzten Zeit hatte ich immer mehr das Gefühl, dass da wirklich nur noch Dünnes, Sinnfreies, oft auch Beleidigendes, Doofes geschrieben wurde und es mir meine Zeit und Kraft raubt, diesem ganzen oberflächlichen, schwachsinnigen, gelogenem, vom Marketing beeinflussten Kram zu folgen. Nachdem ich mit ein paar Leuten gesprochen habe, die in den letzten Monaten Facebook ebenfalls den Rücken gekehrt haben, steht mein Entschluss fest. Nun ja, so ganz habe ich es mir vor wenigen Minuten doch nicht getraut … das Konto ist jetzt erst mal  deaktiviert. Mal sehen, ob ich demnächst dann noch den letzten Schritt mache und alles lösche.

Bei Instagram und Pinterest werde ich vorerst noch bleiben, weil ich mir einfach gern mal zwischendurch schöne Fotos ansehe … aber auch da ist die letzte Entscheidung noch nicht gefällt, denn auch diese Netzwerke sind – ehrlich betrachtet  nicht lebensnotwendig. Für mich dienen sie jedoch der Inspiration. Schauen wir mal. Vom Twitter-Account trenne ich mich leidenschaftslos, habe dieses Netzwerk nie wirklich verstanden.

Ja, und dann wäre da noch dieser Blog … ich schreibe ja sehr wenig, die Follower sind auch noch im zweistelligen Bereich. Also, wozu bloggen? Weil es von 86 Followern vielleicht gelesen wird? Warum mache ich das überhaupt? Weil ich gern schreibe, ok, aber das kann ich auch in einem Tagebuch, das nicht im Internet veröffentlicht ist. Dazu werde ich mir noch ein paar Gedanken machen und überlegen, wie es mit diesem kleenen Blögchen weiter geht.

Also, jetzt sind die sozialen Netzwerke dran … für mehr Lebenszeit, für mehr Lebensqualität!

Herzliche Grüße von Steffi

Steffi goes Yogalehrer #2

Buddha 01

Vergangenes Wochenende war ich wieder hier in Hannover und habe erneut ein entspanntes, inspirierendes und lehrreiches Wochenende verbracht. An meiner Seite auf der Matte wie am ersten Wochenende Melanie … wir werden noch einen Preis für das perfekte Synchron-Yoga bekommen. Schön, wenn der Atem bei uns beiden so gleichmäßig fließt ❤

Am Freitag gab es nach der Begrüßung eine Praxis und anschließend Mantras … wieder wunderschön gemeinsam mit Monika (The Voice!!).

Der Samstag und der Sonntag war sehr theorielastig, so dass wir jedesmal froh waren, wenn wir uns zwischendurch mal bewegen konnten. Fokus an diesem Wochenende lag auf Bushangasana, der Kobra. Somit das Thema Rückbeugen. Am Freitag schon von Monika angefangen, am Samstag von Kirsten intensiv angeleitet und am Sonntag final von Stefan bis zum Bogen (Dhanurasana) unterrichtet, hatte ich am Sonntag ein unglaublich schönes Glückserlebnis. Ich hatte Angst vor dem Bogen und befürchtete, dass ich meinen unteren Rücken damit überlasten würde. Stefan bot uns 3 Varianten an, die von der Intensität her immer anspruchsvoller wurde. Als ich dann am Ende final im Bogen lag, war ich überglücklich. In der anschließenden Entspannung überkamen mich meine Gefühle und die Tränen flossen in Strömen … vor Glück. Ich bin so happy, dass ich es geschafft habe, meinen Rücken durch meine Lebensumstellung und Yoga wieder so stabil und beweglich bekommen habe. Wer hätte das 2007 / 2012 gedacht? Ich niemals und wohl auch viele Menschen in meiner Umgebung nicht … meine Güte, was bin ich 2007 lahm herumgekrochen und 2012 dann wieder. NIEMALS WIEDER LASSE ICH DAS ZU!!! Ich bin gesund, chacka!!!

Rundherum war es es wundervolles Wochenende, mit lieben Menschen, jeder Menge Yoga Praxis und unglaublich viel Theorie, die es in den nächsten Wochen aufzuarbeiten gilt. Dass der Spaß nicht kurz kommt, dafür sorgt besonders Stefan mit Auflockerungsübungen a la „Bärenjagd“. Was das ist, bleibt unser Geheimnis. Was in Hannover passiert, bleibt in Hannover 🙂

Ich bin am richtigen Ort und auf dem richtig Weg. Namasté, Steffi

Bei jedem Lehrgang nehme ich ein Foto aus dem gleichen Blickwinkel auf und beobachte, wie er sich über die Monate verändert. Dieser Blick geht von der Fensterbank der Teelounge raus auf die Terrasse … jetzt im Februar blüht die – wir vermuten – Blutpflaume bereits.

Blickwinkel_Feb16

Aufräumen – Raum schaffen – Loslassen #1

Akkordeon 04

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit den Themen „Konsum reduzieren“, „Ausmisten“, „Raum schaffen“, „Loslassen“ … das durchzieht sämtlich Lebensbereiche.

Menschen: die mir nicht gut tun, lasse ich los, befreie mich von deren negativer Energie. Wozu mich damit belasten? Wahre Freunde tun gut, und das sind eher wenige. Check

Lebenszeit: hier wird es schon schwieriger. Die wenige Freizeit sinnvoll nutzen. Das bedeutet für mich, weniger Fernsehen, weniger Social Media, weniger Termine im Kalender. Das Fernsehen nervt mich mittlerweile total, jedenfalls das tägliche Programm. Lieber schaue ich eine gute DVD und schalte danach ab. Da ich aber nicht alleine zuhause wohne, läuft die Glotze doch öfter, als mir lieb ist. Da heißt es „Kompromisse schaffen“ oder halt den Raum verlassen. Lieber ziehe ich mich mit einem guten Buch zurück, als den Abend vor der Glotze zu versacken. Weniger Social Media … jaaaa, hier wird es jetzt haarig. Da ich ja blogge und auch gern im Internet herumsurfe, um tolle Blogs zu entdecken und mich über alles mögliche zu informieren, ist das schon schwieriger. Schon länger überlege ich, mal eine längere Facebook-/Instagram-/Pinterest-Pause einzulegen. Da muss ich aber noch an mir arbeiten.
Weniger Termine … auch so ein Thema. Momentan versuche ich, die Woche über nicht mehr als 2 Verabredungen einzuplanen. Dazu kommt ja noch Sport und Yoga. Zwischendurch brauche ich einfach mal Pausen. Diese Terminplanung klappt schon ganz gut. Man muss halt öfter einfach NEIN sagen. Check

Räume: hier geht es seit einiger Zeit schon richtig gut los. Ich räume Zimmer für Zimmer auf. Miste aus, lasse los, gebe Vieles weg. Aktuell trenne ich mich von meinen Musikinstrumenten, die seit einigen Jahren in der Ecke einstauben. Ich habe einfach keine Lust und Zeit zum Üben und dann hat es wenig Sinn, diese Instrumente verkümmern zu lassen. Habe sie heute in diversen Foren zum Verkauf angeboten und bin gespannt, wann ich wieder eine Ecke mehr Freiraum geschaffen habe. Wer Interesse hat, findet die Klarinette und das Akkordeon bei eBay-Kleinanzeigen oder als Aushang in der Musikschule in Gifhorn. Gern könnt Ihr zum Probespielen vorbeikommen. Check

Schränke: ich habe meinen Kleiderschrank rigoros ausgemistet und es ist so ein gutes Gefühl, endlich Platz im Schrank zu haben. Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, nur noch Sachen zu kaufen, wenn ich wirklich etwas brauche. Heißt z.B., eine neue Hose gibt es nur, wenn eine andere kaputt geht. Check

Küche: Hier wird auch gerade konsequent aufgebraucht. Nur frische Sachen wie Obst und Gemüse kaufen wir dazu. Ansonsten wird aus den Vorräten gekocht, bis endlich wieder Platz für neue Zutaten da ist. Der Gewürzschrank ist aufgeräumt, sortiert und ich habe endlich einen Überblick, was da alles so geschlummert hat. Das Kochen macht viel mehr Spaß, wenn man nicht mehr wühlen muss. Ich hoffe, dass wir den Bestand an Vorräten weiter reduzieren können. Ich gehe nur noch mit Einkaufsliste los und prüfe vorher genau, ob das Benötigte nicht doch noch irgendwie in einer Ecke schlummert.

Ich liebe das Gefühl, wenn ich wieder freie Räume geschaffen habe. Gern lese ich dazu diverse Blogs oder Bücher.

einfach 01.PNG

Es geht weiter. Ziel ist es, mich von allem unnötigen Ballast zu befreien … mehr Platz für die wichtigen Dinge im Leben. Glück, Frieden, Ruhe, Raum.

Liebe Grüße von Steffi

 

Ayurveda + Yoga + Vegan = AYOVEGA

eintritt

Achtung, das wird ein langer Post … mit wenig und dann auch noch schlechten Bildern 😉

plakat

Letztes Wochenende war ich auf meiner allerersten Yogamesse … bei uns in der Nähe gibt es ja nicht wirklich solche Veranstaltungen und bisher war es mir immer zu anstrengend, 300 – 600 km dafür zu fahren. Nun hatte ich aber im November oder Dezember die Ankündigung für die AYOVEGA in Köln gelesen. Eine Messe für Ayurveda, Yoga und veganes Leben? Hallo? Na, da muss ich doch hin. Also, 3-Tages-Ticket im Vorverkauf besorgt (deutlicher Preisvorteil gegenüber Tageskasse), Zimmer gebucht und lange auf den Termin gewartet. Immer wieder neugierig auf die Website geschaut, ob endlich der Ablaufplan online ist. Wochen im Voraus geplant, drauf gefreut und dann letzten Freitag ging die Reise los. Leider allein, da keiner aus den umliegenden Vegangruppen mitkommen wollte/konnte. Egal, bin ja kein ängstliches Häschen und komme auch gut alleine zurecht und so bin ich dann die 366 km pünktlich Richtung Köln gestartet, um zum Beginn der Messer um 15 Uhr vor der Tür zu stehen.

Das war auch gut so, denn für die Workshops musste man sich immer zu Beginn des Tages in Listen eintragen und einige Kurse, besonders am Samstag waren schnell ausgebucht. Am Freitag ging es noch gemächlich zu und so konnte ich an zwei Kursen teilnehmen. Einmal bei Dominic Grimm von Yogan und einen Workshop mit dem Feetup-Hocker. Spannend, sich auf so einer Messe aus dem ganzen Getümmel herauszuziehen und in einem separaten Raum mal eben Yoga zu machen. Die Lehrer sind unbekannt, die Richtung ggf. auch, da muss man schon flexibel sein. Bei Dominic wurden Surya Namaskar Varianten geübt und ich war ganz schön aus der Puste nach 60 Minuten. Den Feetup-Hocker habe ich kennengelernt, bin aber noch unsicher, ob ich das wirkliche brauche. Das lasse ich noch eine Weile auf mich wirken …

Am Samstag habe ich dann leider keine Kurse buchen können, weil ich morgens zu Beginn den Vortrag zur Wasserbelebung nicht verpassen wollte. Das war zwar gut so, weil der Vortrag unglaublich interessant war, allerdings konnte ich mich nicht in die Schlange für die Listen anstellen. Tja, sollte wohl so sein. Ich hatte leichten Muskelkater vom Vortag und war etwas müde von der letzten Nacht und so habe ich diverse Ayurveda- und Vegan-Vorträge genossen. Allesamt sehr interessant und super vorgetragen. Man konnte immer Fragen stellen und die Redner haben prima geantwortet.

Stand natures design

Für das leibliche Wohl wurde auf der Messe von einem ayurvedischen Caterer gesorgt, es gab verschiedene indische Spezialitäten. Sehr lecker und wohltuend. Die angekündigten Foodtrucks vor der Tür gab es leider nicht … was aber nicht schlimm war. Nur ein paar Fußminuten vom Veranstaltungsort entfernt gab es in der Venloer Straße diverse Möglichkeiten, vegan zu essen. Ich habe am Samstagabend im Veganland einen Sojabohnen-Dürum genossen und am Sonntag bei Backwerk einen veganen Räuchertofu-Bagel für die Heimfahrt mitgenommen. In fast jedem Laden in der Straße gab es zumindest vegane Optionen.

veganland dürüm

Da ich im Hostel Weltempfänger mein Frühstück in der Küche selbst zubereiten konnte, war ich auch dort gut versorgt. Das Hostel war nur wenige Meter von der Messe entfernt, ich konnte alles prima zu Fuß erreichen. Mein Auto hatte ich – relativ kostenintensiv – für die 3 Tage im Parkhaus abgestellt. Nun gut, draußen hätte ich nichts gefunden für die Dauer. Das Hostel ist einfach, die Zimmer prima und sehr sauber. Die Küche ist eine Art WG-Küche. Ich möchte niemandem zu nahe treten, aber man sollte seinen Dreck auch wegmachen, den man hinterlässt. Morgens lagen teilweise noch Pommes vom Vorabend am Boden, in der Spüle lagen Gemüsereste und von den Geschirrhandtüchern möchte ich gar nicht sprechen. Beim nächsten Mal werde ich mir sicherheitshalber ein eigenes Geschirrhandtuch einpacken, zum Glück hatte ich ein paar Blätter von der Küchenrolle mitgenommen 😉

Im Zimmer war es in der ersten Nacht arschkalt. Ich schlafe normalerweise nicht mit Heizung aber in der zweiten Nacht habe ich damit wesentlich besser geschlafen, lag vielleicht auch an der zusätzlichen Bekleidung über dem Nachtgewand … Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist für so eine Großstadt sicherlich angemessen, aber doch noch ganz schön teuer für eine Alleinreisende. Es wäre schöner gewesen, wenn ich mir das Doppelzimmer (2 Einzelbetten) mit jemandem hätte teilen können. Aber es ist leider keiner aufgesprungen auf mein Mitfahrangebot. Nächstes Jahr vielleicht, schauen wir mal.

Würde ich wieder zu der Messe fahren? Ich weiß es ehrlich gesagt noch nicht … einerseits hat mich das Angebot wirklich geflashed, ich habe mir ein paar neue Sachen wie einen Yogateppich, eine Meditationsbank aus Finnland und einige Ayurvedagewürze und Öle gekauft. Aber brauche ich dafür die Messe? Ok, über die Wasserbelebung hätte ich mich nicht so gut informieren können. Allerdings ist der Laden von Natur’s Design in Uelzen ja quasi um die Ecke, aber hätte ich ihn ohne die Messe gefunden? Who knows?

Was dafür spricht sind die tollen Stände, nette Gespräche und die Mantrakonzernte am Abend, was dagegen spricht sind die Kosten für die Anfahrt, die Übernachtung, das Parken. Etwas genervt haben mich die sogenannten Super-Yogis, die meinen, sie hätten Yoga schon mit dem Breilöffel als Baby aufgesaugt. Einige Leute wirken ziemlich arrogant. Ob sie es nun sind oder nicht, kann ich nicht wirklich beurteilen. Ich bin mit einigen wenigen Menschen persönlich in Kontakt gekommen, die waren aber meistens schon etwas älter – also so wie ich – und waren wirklich sehr nett. Ich spreche von den sehr jungen, dürren Supermodels in bunten Leggins im typischen Yoga-Outfit, wie man es aus diversen Magazinen und Blogs kennt. Einerseits amüsieren diese Leute mich, andererseits schaue ich dann immer auf mich, ob ich denn wirklich „yogisch“ genug bin. Blöd, oder? Meine Güte, in meinem Alter sollte einen doch sowas nicht belasten. In den Kursen waren manche Leute sowas von gelenkig und hatten dann auch noch das perfekte enganliegende Outfit an, da komme ich mir immer vor wie eine olle Plunschkuh. Allerdings haben diese Leute wohl auch noch nicht zwei Bandscheiben-OPs hinter sich, so wie ich. Und dann bin ich wieder stolz, dass ich es geschafft habe, mit Yoga und veganer Ernährung so beweglich und gesund zu werden. Ha ha 🙂

Ein besonderes Highlight war das Konzert mit The Love Keys am Freitag. Ich war so überrascht, als es losging. Ich habe nämlich einen Musiksdownload von iTunes auf meinem iPod, leider ohne Titel und als ich dann meinen Lieblingssong plötzlich hörte, war ich hin und weg. Ach, DIE sind das? Wie geil ist das denn? Die meisten der Gäste kannten die Band und mussten nicht vom Textzettel ablesen, ich natürlich nicht, bin ja noch nicht sooo lange in der Yogaszene. Meine Güte, war das schön. Ich hatte so viel Spaß und auf der Rückfahrt am Sonntag habe ich mir dann schön die aktuelle Live-CD der beiden angehört. So konnte ich sogar auf dem Heimweg noch ein Stück Messe mitnachhause nehmen.

mantra texte

Für nächstes Jahr schaue ich mir das Programm gut an und werde abwägen, ob sich der Aufwand für Zeit und Kosten wirklich lohnt. Schauen wir mal … ein Erlebnis war es auf alle Fälle.

Und noch eine Sache aufgrund der aktuellen Lage: Ich habe mich als alleinreisende Frau im Multikulti-Köln-Ehrenfeld nicht eine Sekunde unwohl gefühlt, auch nicht, als ich abends vom Konzert allein zurück ins Hostel gegangen bin!! Ganz im Gegenteil, überall sind mir bunt verkleidete Jekken (sagt man das so?) entgegengekommen und in den Kneipen wurde geschunkelt und Kölle-Alaaf gesungen. Nicht meins, aber lustig anzuschauen 🙂

In diesem Sinne, freut Euch des Lebens

Steffi

ayurveda