Ayurveda + Yoga + Vegan = AYOVEGA

eintritt

Achtung, das wird ein langer Post … mit wenig und dann auch noch schlechten Bildern 😉

plakat

Letztes Wochenende war ich auf meiner allerersten Yogamesse … bei uns in der Nähe gibt es ja nicht wirklich solche Veranstaltungen und bisher war es mir immer zu anstrengend, 300 – 600 km dafür zu fahren. Nun hatte ich aber im November oder Dezember die Ankündigung für die AYOVEGA in Köln gelesen. Eine Messe für Ayurveda, Yoga und veganes Leben? Hallo? Na, da muss ich doch hin. Also, 3-Tages-Ticket im Vorverkauf besorgt (deutlicher Preisvorteil gegenüber Tageskasse), Zimmer gebucht und lange auf den Termin gewartet. Immer wieder neugierig auf die Website geschaut, ob endlich der Ablaufplan online ist. Wochen im Voraus geplant, drauf gefreut und dann letzten Freitag ging die Reise los. Leider allein, da keiner aus den umliegenden Vegangruppen mitkommen wollte/konnte. Egal, bin ja kein ängstliches Häschen und komme auch gut alleine zurecht und so bin ich dann die 366 km pünktlich Richtung Köln gestartet, um zum Beginn der Messer um 15 Uhr vor der Tür zu stehen.

Das war auch gut so, denn für die Workshops musste man sich immer zu Beginn des Tages in Listen eintragen und einige Kurse, besonders am Samstag waren schnell ausgebucht. Am Freitag ging es noch gemächlich zu und so konnte ich an zwei Kursen teilnehmen. Einmal bei Dominic Grimm von Yogan und einen Workshop mit dem Feetup-Hocker. Spannend, sich auf so einer Messe aus dem ganzen Getümmel herauszuziehen und in einem separaten Raum mal eben Yoga zu machen. Die Lehrer sind unbekannt, die Richtung ggf. auch, da muss man schon flexibel sein. Bei Dominic wurden Surya Namaskar Varianten geübt und ich war ganz schön aus der Puste nach 60 Minuten. Den Feetup-Hocker habe ich kennengelernt, bin aber noch unsicher, ob ich das wirkliche brauche. Das lasse ich noch eine Weile auf mich wirken …

Am Samstag habe ich dann leider keine Kurse buchen können, weil ich morgens zu Beginn den Vortrag zur Wasserbelebung nicht verpassen wollte. Das war zwar gut so, weil der Vortrag unglaublich interessant war, allerdings konnte ich mich nicht in die Schlange für die Listen anstellen. Tja, sollte wohl so sein. Ich hatte leichten Muskelkater vom Vortag und war etwas müde von der letzten Nacht und so habe ich diverse Ayurveda- und Vegan-Vorträge genossen. Allesamt sehr interessant und super vorgetragen. Man konnte immer Fragen stellen und die Redner haben prima geantwortet.

Stand natures design

Für das leibliche Wohl wurde auf der Messe von einem ayurvedischen Caterer gesorgt, es gab verschiedene indische Spezialitäten. Sehr lecker und wohltuend. Die angekündigten Foodtrucks vor der Tür gab es leider nicht … was aber nicht schlimm war. Nur ein paar Fußminuten vom Veranstaltungsort entfernt gab es in der Venloer Straße diverse Möglichkeiten, vegan zu essen. Ich habe am Samstagabend im Veganland einen Sojabohnen-Dürum genossen und am Sonntag bei Backwerk einen veganen Räuchertofu-Bagel für die Heimfahrt mitgenommen. In fast jedem Laden in der Straße gab es zumindest vegane Optionen.

veganland dürüm

Da ich im Hostel Weltempfänger mein Frühstück in der Küche selbst zubereiten konnte, war ich auch dort gut versorgt. Das Hostel war nur wenige Meter von der Messe entfernt, ich konnte alles prima zu Fuß erreichen. Mein Auto hatte ich – relativ kostenintensiv – für die 3 Tage im Parkhaus abgestellt. Nun gut, draußen hätte ich nichts gefunden für die Dauer. Das Hostel ist einfach, die Zimmer prima und sehr sauber. Die Küche ist eine Art WG-Küche. Ich möchte niemandem zu nahe treten, aber man sollte seinen Dreck auch wegmachen, den man hinterlässt. Morgens lagen teilweise noch Pommes vom Vorabend am Boden, in der Spüle lagen Gemüsereste und von den Geschirrhandtüchern möchte ich gar nicht sprechen. Beim nächsten Mal werde ich mir sicherheitshalber ein eigenes Geschirrhandtuch einpacken, zum Glück hatte ich ein paar Blätter von der Küchenrolle mitgenommen 😉

Im Zimmer war es in der ersten Nacht arschkalt. Ich schlafe normalerweise nicht mit Heizung aber in der zweiten Nacht habe ich damit wesentlich besser geschlafen, lag vielleicht auch an der zusätzlichen Bekleidung über dem Nachtgewand … Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist für so eine Großstadt sicherlich angemessen, aber doch noch ganz schön teuer für eine Alleinreisende. Es wäre schöner gewesen, wenn ich mir das Doppelzimmer (2 Einzelbetten) mit jemandem hätte teilen können. Aber es ist leider keiner aufgesprungen auf mein Mitfahrangebot. Nächstes Jahr vielleicht, schauen wir mal.

Würde ich wieder zu der Messe fahren? Ich weiß es ehrlich gesagt noch nicht … einerseits hat mich das Angebot wirklich geflashed, ich habe mir ein paar neue Sachen wie einen Yogateppich, eine Meditationsbank aus Finnland und einige Ayurvedagewürze und Öle gekauft. Aber brauche ich dafür die Messe? Ok, über die Wasserbelebung hätte ich mich nicht so gut informieren können. Allerdings ist der Laden von Natur’s Design in Uelzen ja quasi um die Ecke, aber hätte ich ihn ohne die Messe gefunden? Who knows?

Was dafür spricht sind die tollen Stände, nette Gespräche und die Mantrakonzernte am Abend, was dagegen spricht sind die Kosten für die Anfahrt, die Übernachtung, das Parken. Etwas genervt haben mich die sogenannten Super-Yogis, die meinen, sie hätten Yoga schon mit dem Breilöffel als Baby aufgesaugt. Einige Leute wirken ziemlich arrogant. Ob sie es nun sind oder nicht, kann ich nicht wirklich beurteilen. Ich bin mit einigen wenigen Menschen persönlich in Kontakt gekommen, die waren aber meistens schon etwas älter – also so wie ich – und waren wirklich sehr nett. Ich spreche von den sehr jungen, dürren Supermodels in bunten Leggins im typischen Yoga-Outfit, wie man es aus diversen Magazinen und Blogs kennt. Einerseits amüsieren diese Leute mich, andererseits schaue ich dann immer auf mich, ob ich denn wirklich „yogisch“ genug bin. Blöd, oder? Meine Güte, in meinem Alter sollte einen doch sowas nicht belasten. In den Kursen waren manche Leute sowas von gelenkig und hatten dann auch noch das perfekte enganliegende Outfit an, da komme ich mir immer vor wie eine olle Plunschkuh. Allerdings haben diese Leute wohl auch noch nicht zwei Bandscheiben-OPs hinter sich, so wie ich. Und dann bin ich wieder stolz, dass ich es geschafft habe, mit Yoga und veganer Ernährung so beweglich und gesund zu werden. Ha ha 🙂

Ein besonderes Highlight war das Konzert mit The Love Keys am Freitag. Ich war so überrascht, als es losging. Ich habe nämlich einen Musiksdownload von iTunes auf meinem iPod, leider ohne Titel und als ich dann meinen Lieblingssong plötzlich hörte, war ich hin und weg. Ach, DIE sind das? Wie geil ist das denn? Die meisten der Gäste kannten die Band und mussten nicht vom Textzettel ablesen, ich natürlich nicht, bin ja noch nicht sooo lange in der Yogaszene. Meine Güte, war das schön. Ich hatte so viel Spaß und auf der Rückfahrt am Sonntag habe ich mir dann schön die aktuelle Live-CD der beiden angehört. So konnte ich sogar auf dem Heimweg noch ein Stück Messe mitnachhause nehmen.

mantra texte

Für nächstes Jahr schaue ich mir das Programm gut an und werde abwägen, ob sich der Aufwand für Zeit und Kosten wirklich lohnt. Schauen wir mal … ein Erlebnis war es auf alle Fälle.

Und noch eine Sache aufgrund der aktuellen Lage: Ich habe mich als alleinreisende Frau im Multikulti-Köln-Ehrenfeld nicht eine Sekunde unwohl gefühlt, auch nicht, als ich abends vom Konzert allein zurück ins Hostel gegangen bin!! Ganz im Gegenteil, überall sind mir bunt verkleidete Jekken (sagt man das so?) entgegengekommen und in den Kneipen wurde geschunkelt und Kölle-Alaaf gesungen. Nicht meins, aber lustig anzuschauen 🙂

In diesem Sinne, freut Euch des Lebens

Steffi

ayurveda

Advertisements

3 Gedanken zu „Ayurveda + Yoga + Vegan = AYOVEGA

  1. Hallo Steffi,

    vielen Dank für deinen sehr ausführlichen Bericht und ich habe mich gut in dich hineinversetzen können. An manchen Stellen musste ich sehr schmunzeln. Vor allem darüber, ob du nicht „yogisch“ genug aussiehst. Sollen doch andere yogischer aussehen, Hauptsache du bist mit Herzblut dabei. 😉

    Viele Grüße aus dem Rheinland (und nein, ich bin kein Jeck‘! ;-))
    Maren

  2. Total schade, dass das total an mir vorbei gegangen ist. Ich komme aus Köln und ich habe das noch nicht einmal mitbekommen. Mmmh aber nächstes Mal 🙂

    Köln ist super, die Leute sind einfach toll. Ich bereue nicht eine Minute hierher gezogen zu sein. Ich bin super glücklich hier und ich gehe zum Teil bis jetzt immer noch alleine (auch nachts) überall hin 😉 und bis jetzt habe ich noch niemanden ungewöhnlichen gesehen 🙂

    Ehrenfeld ist super, was das Vegane Angebot angeht. Da gibt es super viele Läden! Aber auch so ist das auch ein sehr schöner Stadtteil.

    Wenn du wieder in Köln bist, kannst du dich gerne bei mir melden und wir machen was 🙂

    Liebe Grüße,
    Olga

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s