Im September 2012 gelesen

September-Lektüre

September-Lektüre

Ach, was für ein schwacher Lesemonat … es ist so viel passiert, es war so wenig Zeit. Dafür habe ich sehr gute und überaus interessante Bücher gelesen, die mein Leben verändert haben. Gleichzeitig habe ich viel Zeit mit interessanten Gesprächen, lieben Freunden und jeder Menge Internetrecherche verbracht. Da blieb fürs Lesen leider nicht viel Zeit.

  1. Dr. Rüdiger Dahlke – PEACE FOOD, Sachbuch, 336 Seiten
    Dieses Buch lag schon ein paar Wochen auf dem SuB. Ich wusste, wenn ich es lese, werde ich definitiv kein Fleisch und keine tierischen Produkte mehr essen. Und so ist es … bis vor ca. 12 Jahren habe ich 4 Jahre vegetarisch gelebt. Irgendwie, ohne besonderen Grund bin ich wieder zum Fleischessen zurückgekehrt, sehr mäßig aber doch regelmäßig. Seit einiger Zeit nagten wieder vermehrt die Zweifel an mir und ich brauchte einige Anstöße, um nun zum Veganismus überzugehen. Schlechte Blutfettwerte und die Warnung vom Arzt „Ihre Leber ist leicht verfettet!“ gaben mir den Rest. Wenn man Tiere wirklich liebt und das tue ich, dann ist Vegetarismus nicht ausreichend. Ich verzichte seit einigen Wochen komplett auf tierische Produkte und ES GEHT MIR SUPER. Ich danke Dr.  Dahlke für sein Buch, das mein Leben verändert hat. Ich danke Nina, die mir den ersten Anstoß gab und ich danke allen veganen Köchen für ihre leckeren Rezepte. Jetzt fehlt mir noch ein guter veganer Supermarkt – wie in Berlin – in der Nähe und ich wäre wunschlos glücklich. So muss man sich mit DM, dem Bio-Supermarkt in Fallersleben und dem Internet behelfen. Alles kein Problem. Vegan ist super lecker und sooo gesund. Ich hoffe, viele viele Menschen lesen PEACE FOOD und fangen an, umzudenken!! Wer sich jetzt fragt, ob ich meine Lederschuhe und Ledertaschen wegwerfe … natürlich NICHT. Die werden bis zum bitteren Ende getragen. Aber beim Neueinkauf bin ich auf der Suche nach neuen Wegen und es gibt welche, aller Anfang ist schwer … aber ich will es ganz!
  2. Henning Mankell, Erinnerung an einen schmutzigen Engel, HC 348 Seiten
    Der Autor ist einer meiner Lieblinge und es war klar, dass ich dieses Buch sofort kaufen und auch lesen würde. Herr Mankell hat mich nicht enttäuscht. Eine wunderbare, etwas skurrile und wieder mal sehr düstere Geschichte, die eine junge Frau Anfang des 20. Jahrhunderts nach Afrika bringt und sie dort fast verzweifeln lässt. Nichts ist wirklich schön, nichts scheint real zu sein. Liest man das Nachwort von H. Mankell weiß man, warum. Die Geschichte beruht auf eine klitzkleine Wahrheit, die 1904 wirklich passiert ist, doch alles darum herum hat H. Mankell erfunden. Spannend, bizarr und am Ende tooootal traurig. Hervorragend geschrieben, Lesetipp!
  3. Nele Neuhaus, Schneewittchen muss sterben, TB 534 Seiten
    Da ich mich hauptsächlich mit veganen Themen und PEACE FOOD beschäftigt habe, wird das Buch wohl erst im Oktober gelesen 😉
  4. Lara Adrian, Erwählte der Ewigkeit, Hörbuch, exklusiv und ungekürzt von Audible.de
    Das Finale im 10. Band um die Stammesvampire und ihre Gefährtinnen beginnt etwas lahm, aber wird mit der Zeit immer spannender. Ich kann in der Reha auf dem Ergometer kaum aufhören, dieses super Hörbuch zu hören. Nicht jedermanns Geschmack aber auf alle Fälle „mein Ding“. Sterling Chase ist bei den Ordenskriegern in Ungnade gefallen, zu groß ist seine Blutgier, zu groß seine distanzierte Haltung der Gruppe gegenüber. Doch bei dem großen Knall am Ende des 9. Bandes rettet er allen den Arsch, indem er sich der Polizei stellt und somit dem Orden die Zeit für eine Flucht gibt. Dragos hat überall seine Finger drin, hat an wichtigen Positionen seine Lakaien verteilt. Für den Orden wird es immer schwieriger, das Gleichgewicht zwischen den Menschen und dem Stamm zu halten. Auf seinem einsamen Krieg gegen Dragos trifft Chase auf die hübsche Tavia … sie scheint anders zu sein, aber ist sie ein Mensch? Hier gibt es eine riesen Überraschung und für alle Fans: Ich werde es nicht verraten. Selber hören oder lesen. Ich bin jetzt nach 3/4 der Lektüre begeistert und bange um das Ende. Wird die Reihe hier wirklich abgeschlossen? Ich würde gern noch mehr lesen/hören … besonders, wenn das Simon Jäger macht. Ich glaube nicht, dass jemand die hocherotischen Szenen besser lesen kann *seufz* 😉
  5. Sabine Thiesler, Hexenkind, Hörbuch
    Eine skurrile Geschichte um einen perversen Kinderschänder, zu der ich demnächst noch eine Rezie schreibe …

Ja, das war quantitativ wenig, aber qualitativ ein guter Monat.

Eure Lese-Steffi

Rezie „Köchin für einen Sommer“ von Bethan Roberts

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag (9. Mai 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453355512
  • ISBN-13: 978-3453355514

Kurzbeschreibung (Amazon):

Das berührende Porträt einer wechselvollen, intensiven Liebe

Sussex, Sommer 1936: Als die neunzehnjährige Kitty erfährt, dass die exzentrische Amerikanerin Ellen Steinberg im idyllischen Willow Cottage eine Köchin sucht, gibt sie sich als solche aus, obwohl es mit ihren Kochkünsten nicht weit her ist. So betritt die schüchterne junge Frau eine Welt, die so schockierend wie reizvoll ist: Ellen lebt das Leben mit allen Sinnen, badet nackt in der Sonne und liebt ihren Liebhaber George äußerst freizügig. Doch George scheint sich auch zu Kitty hingezogen zu fühlen. Das sich anbahnende Gefühlschaos droht allen zum Verhängnis zu werden, als Ellens Tochter Geenie Zeugin wird und einen Plan ausheckt …

Über die Autorin (Amazon):

Bethan Roberts, geboren 1973 in Oxford und aufgewachsen in Abingdon, unterrichtet Creative Writing an der Universität Chichester und an der Open University. Für ihr Debüt „Stille Wasser“ wurde sie mit dem Jerwood/Arvon Young Writers‘ Prize ausgezeichnet. Sie lebt in Brighton.

Meine Meinung:

Ja, von diesem Buch weiß ich irgendwie nicht, was ich davon halten soll … einerseits habe ich mich gut unterhalten gefühlt aber andererseits weiß ich gar nicht, um was es wirklich ging. Ein seltsamer Plot mit seltsamen Protagonisten … mit einem noch merkwürdigeren Ende.
Keine Ahnung … komische Geschichte. England/Sussex? 1936? Diese Geschichte hätte überall und irgendwann spielen können. Völlig unwichtig für den Roman. Was wollte uns die Autorin eigentlich sagen? Das Kinder sich gern verkleiden und gern Theater spielen? Dass intellektuelle Dichter sich gern mit der Arbeiterklasse verbünden und sich lieber in die arme Köchin als in die reiche Erbin verlieben? Dass milliardenschwere Frauen ihre Zeit gern beim Friseur verbringen und von ihm auch sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nehmen? Ein Buch ohne Tiefgang und m.M.n. auch ohne Sinn … da ich durchgehalten habe und das Buch zuende lesen konnte, ohne genervt zu sein, vergebe ich 2 von 5 Sternen.

 

Kein Buch zum Nochmal-Lesen … Eure Lese-Steffi

Näharbeiten im September

Im September habe ich eher unaufgeregte Sachen zu nähen … mein derzeitiges Projekt: Loopschals in verschiedenen Farbkombis für die Farb- und Stilberatung meiner Freundin Nina. Ich nähe die Stoffe nach ihren Vorgaben zusammen, jede Kombination passt zu einem bestimmten Farbtyp.

Angefangen habe ich mit dem mittel unbunte Winter, es folgt  ein Schal in rosa-lila, der ist  dann Sommer/Winter, kann aber auch bei mittel unbunten Wintern als wichtiges Detail für die Lebendigkeit eines Gesamtoutfits sein (zu mir passt der Schal bestimmt auch ganz prima). Mir macht das Nähen dieser einfachen, aber sehr farbenfrohen Teile Spaß.

Weitere Bilder folgen mit neuen Farbkombis:

Ja, Farben können Euer Leben verändern … Eure Stöffi

Kurztrip nach Poznán in Polen „Dzień dobry!“

Mit den Kolleginnen ging es im Berlin-Warszawa-Express Ende August in das schöne Städtchen Poznán nach Polen. Eine lustige Reise mit tollen Eindrücken … zunächst ein paar Bilder.

Wir haben die Innenstadt besichtigt, total schön und abends brummt in den vielen Bars, Restaurants und Cafés das Leben. Es gibt überall leckere Pierogi (gefüllte Teigtaschen würzig und süß) und Cocktails zum kleinen Preis. Ab 23 h geht man dann in einen der vielen Clubs zum Tanzen. Dort tobt sich Schicki-Micki neben Normal und Alt neben Jung aus … und alle vertragen sich und keiner wird schief angeguckt. Ein sehr sympathisches Partyvölkchen.

Im offiziellen Teil der Reise haben wir Volkswagen Poznán besucht. Bei einer Führung konnten wir Kollegen und das Werk kennenlernen. Sehr spannend und informativ. In Poznán arbeiten rund 7.000 Menschen. Es werden Caddy und T5 in verschiedenen Varianten gefertigt. Ein nettes kleines Werk, wenn man aus Wolfsburg kommt 😉

Für Shoppingliebhaber ist Poznán ein Paradies. Verschiedene riesengroße Malls laden zum Einkaufen und Bummeln ein. Besonders gut hat mir die Stary Browar, also Alte Brauerei gefallen. Im alten Gemäuer tummelt sich kunstinteressiertes Shoppingvolk. Herrlich …
Und zum Schluss, nicht vergessen … die Rogale Marcinskie … St. Martins Hörnchen … ein überaus leckeres Gebäck mit weißem Mohn und Nüssen. Lecker!! Wie alles in Polen, wer es deftig und kalorienreich mag.

Ich fahre garantiert nochmal nach Polen.

Cześć … Stefka 😉

Gelesen im August 2012

eine kleine Auswahl

eine kleine Auswahl

Im August habe ich urlaubsbedingt etwas mehr gelesen … aber mein normales Pensum noch lange nicht erreicht …

  1. Nele Neuhaus, Tiefe Wunden, 480 Seiten (Fall 3 Bodenstein/Kirchhoff)
    5 von 5 Sternen für super gute Krimiunterhaltung
  2. Martin Suter, Allmen und die Libellen, 195 Seiten (Auftakt einer neuen Reihe)
    4 von 5 Sternen für den etwas anderen Krimi um einen Lebemann und seinen Diener
  3. Stephen King, The Stand – das letzte Gefecht, Hörbuch Teil 7 und 8
    5 von 5 Sternen für 54 Stunden wunderbar gruseliges Hörvergnügen! Vor 20 Jahren gut, heute gut 🙂
  4. John Friedmann, Flaschen drehen furioso, 394 Seiten
    5 von 5 Sternen für ein herrliches Debüt von Friedmann. Tolle Charaktere, eine irre Geschichte und eine wunderbare Kulisse in der Toscana.
  5. Sabine Thiesler, Der Kindersammler, 527 Seiten
    Eine harte Story um einen Kinderschänder und der Begegnung mit der Mutter eines seiner Opfer. Der etwas andere Krimi mit ermittelnden Beamten, die nur am Rande ermitteln …
  6. Bethan Roberts, Köchin für einen Sommer, 317 Seiten
    Zur Hälfte gelesen und ich bin noch nicht sicher, ob es mir gefällt. Die Mutter der Protagonistin nervt mich, die Geschichte zündet irgendwie nicht … ich werde es aber zuende lesen, denn es hat „etwas“ 😉

Das war mein Lese-August. Nicht schlecht, aber auch nicht überragend.

Momentan lese ich noch „Köchin für einen Sommer“ und auf dem iPod läuft Stefan Möllers „Expedition zu den Polen“, ein sehr lustiges Buch, vor allem, wenn man gerade nach Poznán gereist ist und vieles erkennt.

Der September wird hoffentlich wieder ein guter Lesemonat.

Eure Steffi