Rezie: „Die Tochter des Fotografen“ von Kim Edwards

Kim Edwards – „Die Tochter des Fotografen“
Taschenbuch: 540 Seiten
ISBN: 978-3746624440

Kurzbeschreibung (Amazon)

„Ein Roman zum Bewundern, Betrauern und Begeistertsein.“ BamS Wie kann eine Frau weiterleben, wenn ihr das Kind genommen wird? Schmerzhaft und schön erzählt Kim Edwards die Schicksalsgeschichte einer Familie. Sie berichtet von Trennungen und Neuanfängen und der erlösenden Kraft der Liebe. „Die Tochter des Fotografen“ ist ein überwältigendes Epos über das Lebensglück und Lebensleid. Der Roman war in den USA der Erfolg des Jahres, wochenlang stand er auf Platz 1 der Bestsellerlisten.

Über den Autor (Amazon)

Kim Edwards’ Roman „Die Tochter des Fotografen“ war ein internationaler Bestseller und in den USA eines der erfolgreichsten Bücher der letzten Jahre. Für ihren Erstling „Der Hibiskushimmel“ wurde die Autorin vielfach ausgezeichnet. Sie lebt in Lexington und unterrichtet Kreatives Schreiben an der University of Kentucky.

Meine Meinung

Ein Buch, das bewegt … das Glück oder Unglück einer Familie wird festgelegt, durch eine einzige Entscheidung im Jahre 1964. Nämlich, als Dr. Henry sich entscheidet, seine gerade mit Downsyndrom geborene Tochter der Krankenschwester zu geben und sie zu bitten, das Baby in ein Heim zu bringen. Seiner Frau, die betäubt ist, erzählt er später, das Kind wäre bei der Geburt gestorben. Das Leid von Nora, der Mutter, ist so groß, dass sie den Verlust nie überwinden wird. Ihr Sohn, Alex, leidet sein ganzes Leben unter dieser Lüge und der Distanz zwischen den Eltern. Er wächst in dem Glauben auf, dass seine Schwester tot ist. Der Verlust steckt in ihm, nur über seine Musik kann er die Trauer überwinden …

Caroline, die Krankenschwester, bringt es nicht übers Herz, das süße Baby in dem grauenvollen Heim abzugeben. Sie gibt das Kind als ihr eigenes aus und lebt in weiter Entfernung zur eigentlichen Familie ihr eigenes Leben.

Niemand in diesem Roman ist wirklich glücklich, vor allem nicht Dr. Henry, der den Verlust der Tochter in seinem Hobby, dem Fotografieren kompensiert … alle sind auf der Suche nach dem Verlorenen in sich. Sehr traurig und melancholisch geschrieben, folgt man gebannt dieser Geschichte und hofft die ganze Zeit, dass jemand die Wahrheit sagen wird. Doch, ob das der Fall sein wird, verrate ich hier nicht.

Wer sehr glücklich ist, ist Phoebe, das Mädchen mit dem Downsyndrom. Sie denkt, Caroline ist ihre Mutter. Sie wächst behütet und mit einer für sie kämpfenden Caroline auf und meistert dieses – für uns aussenstehende – sehr schwere Leben. Doch ist es das wirklich? Wer kann sagen, ob jemand mit einer geistigen Behinderung glücklicher oder nicht glücklicher ist? Niemand …

Mir hat das Buch gut gefallen. Abzug gibt es für das etwas blöde Ende … mit der Auflösung. Welche, müsste ich spoilern, die Funktion habe ich hier noch nicht gefunden 😉

Ein anrührige durchaus lesenswerte Familiengeschichte. 4 von 5 Sternen dafür =)

PS: das waren meine ersten Gedanken … ggf. erweitere ich die Rezie noch, wenn das Buch etwas gesackt ist B-)

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2 Gedanken zu „Rezie: „Die Tochter des Fotografen“ von Kim Edwards

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